„Uva imperat" ist das Motto der Domaine du Bané, das Motto von Rémy, Weinschöpfer in Saint-Sauveur. Es ist in der Tat die Traube, die bestimmt, und ich versuche, sie bis zur Abfüllung zu entschlüsseln. Ex nihilo ab 2004 erschaffe ich seit 2008 jedes Jahr durch Weinbau und Weinbereitung ein Produkt, das ich liebe und das ich gerne mit Ihnen teilen möchte. Ich komponiere mit dem, was die Natur und der Jahrgang mir bieten. Die Weinlese ist das Rendezvous eines jedes Jahr neu beginnenden Abenteuers.
Ein über 5 000 Jahre altes Weinritual, das in Osteuropa, in Georgien begann und sich dann über Eroberungen und Handel mit dem Osten und dem Süden dank der Griechen, Ägypter, Araber und Römer mit Cato und Columella verbreitete. Die Weitergabe eines Wissens, das ich zu bewahren und an Klima, Boden, Traube, kurz an das Terroir anzupassen versuche – und vor allem umweltbewusst!
Meine Überzeugungen und meine Philosophie
Ich erschaffe jedes Jahr unterschiedliche, nicht standardisierte und angesichts der produzierten Menge eher vertrauliche Weine, die einen Jahrgang widerspiegeln. Sie sind daher alle verschieden und typisch für das Jahr ihrer Entstehung. Meine Praktiken im Weinbau und in der Weinbereitung stehen im Gegensatz zu industriellen oder halbindustriellen Weinen.
Der Boden der Domaine du Bané ist ein alluvialer Boden aus dem Quartär, fluvioglazial, sandig-lehmig und rot gefärbt. Das Quartär umfasst die letzten zwei Millionen Jahre. In dieser Zeit gab es vor 20 000 Jahren die letzte Eiszeit, als die Meere 100 m tiefer lagen als heute und grobe, sogenannte alluviale Sande ablagerten. Viel später kam es aber auch zu einer Klimaerwärmung, die den Meeresspiegel ansteigen liess und damit feine, sogenannte organische Sande ablagerte.
Der Weinbau bleibt so nah wie möglich am Boden und am Klima. Das gesamte Gut, das im Mischanbau bewirtschaftet wird, sowie alle seine Produkte sind mit dem Label „Haute Valeur Environnementale" (HVE) zertifiziert, das die Erhaltung der Biodiversität, die Pflanzenschutzstrategie, die Düngung und den Umgang mit der Wasserressource auf dem gesamten Gut bewertet. Das Besondere am HVE-Label ist, dass es ein gesellschaftliches Versprechen nicht nur für ein Produkt abgibt, sondern für die Nachhaltigkeit des Bodens, die Qualität der Umwelt und die daraus hervorgehenden Produkte – Produkte, die ebenso respektiert werden wie die Überzeugungen der Konsumenten.
Die Behandlungen sind die in der Biodynamie erlaubten und notwendigen: Kupfer- und Schwefelbehandlungen, aber auch „Kräutertees" aus Schachtelhalm, Farn usw. Ausserdem keine Bewässerung und keine Wasserverschwendung, keine Insektizide oder Herbizide und so wenig organischer Dünger wie möglich. CMR-Stoffe (krebserregend, erbgutverändernd, fortpflanzungsgefährdend) waren auf der Domaine du Bané immer verboten. Die Bodenbearbeitung erfolgt mechanisch, mit Traktor oder Pferd. Die Begrünung ist natürlich und wird von Hand gepflegt, wie alle Arbeiten im Weinberg (Rebschnitt, Ausbrechen, Gipfeln usw.), einschliesslich der Lese, die nach dem Mondkalender erfolgt (ebenso wie der Rebschnitt), in Kisten von höchstens 30 kg Trauben. Menge und Ertrag sind bewusst begrenzt, ca. 15-20 hl/ha je nach Jahrgang – und natürlich sofern kein Wetterunglück eintritt!
Weinbereitung und Ausbau erfolgen so nah wie möglich an den Eigenschaften des Jahrgangs, in der Hoffnung, dass keine mikrobiologische Abweichung den Wein in den Abfluss schickt! So wird gar nicht oder nur minimal geschwefelt, die Maischestandzeit wird an die Lese angepasst, der Weisswein reift mehr oder weniger lange im Tank, der Rotwein mehr oder weniger lange im französischen Eichenfass, bei der Abfüllung gefiltert oder nicht. Abfüllung, Etikettierung und Verpackung erfolgen ebenfalls auf dem Gut.
Vom Weinbau bis zur Weinbereitung werden die Standards und Normen, die Ihre Gesundheit schützen, eingehalten, angewendet, kontrolliert und oft übertroffen. Aber die Labels und anderen Regeln, die Geschmack und Ausdruck des Weins standardisieren, werden systematisch abgelehnt. Ich achte besonders darauf, hochwertige und natürliche Produkte zu verwenden (Flaschen, Naturkorken ...) und nach Möglichkeit mit lokalen Handwerkern zu arbeiten.





